PET (Positronen-Emissions-Tomographie)

Im Folgenden möchten wir Ihnen den Untersuchungsablauf in unserer Praxis beschreiben. So können Sie sich gut auf Ihren Termin vorbereiten.

Die PET/CT ist eine Kombination aus Positronen Emissions Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) in einem Gerät. Sie vereint zwei unterschiedliche bildgebende Verfahren und ist das derzeit modernste Diagnoseverfahren in der Onkologie. Die PET/CT spürt Krebszellen aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels zuverlässig auf und ermöglicht so eine frühzeitige und präzise Einschätzung der Krankheit. Die exakte Position, Größe, Aktivität und Ausbreitung einer Tumorerkrankung kann so im gesamten Körper bestimmt werden.

Für die Strahlentherapie ist die PET/CT eine wichtige Planungshilfe. Durch die Planung der Strahlentherapie anhand der Fusionsdaten der PET/CT können die Zielvolumina noch präziser definiert werden. Die genaue Eingrenzung des Bestrahlungsfeldes ermöglicht eine individuell abgestimmte Therapie und verbessert die Heilungschancen.

Eine PET/CT-Untersuchung wird ambulant durchgeführt und dauert etwa zwei Stunden Sie als Patient haben neben einer optimalen Diagnostik den Vorteil, dass nur ein Untersuchungstermin notwendig ist und sich die Untersuchungszeit gegenüber den Einzeluntersuchungen halbiert. PET und CT werden also unmittelbar nacheinander im gleichen Gerät durchgeführt. Die reine Untersuchungszeit im Gerät beträgt ca. 20 Minuten.

Zunächst werden Ihnen ein Radiopharmakon (Fluor-18-Desoxyglucose oder FDG), Kochsalzlösung und ein Röntgenkontrastmittel intravenös verabreicht. Die eigentliche Untersuchung, für die Sie nüchtern sein müssen, beginnt 60 Minuten nach der Injektion. Nebenwirkungen der FDG in der verwendeten Dosierung sind nicht bekannt.

Während der Untersuchung liegen Sie auf einem Lagerungstisch, der sich in die kegelförmige Öffnung des PET/CT-Gerätes hineinbewegt. Je nach Fragestellung werden Sie ganz oder teilweise durch den Gerätetunnel gefahren. Die Öffnung ist relativ weit und die Röhre relativ kurz, sodass Sie sich nicht eingeengt fühlen müssen und ständig Kontakt zu unserem medizinischen Personal halten können.

Nun kann die Positronen-Strahlung mit dem PET-Detektor bzw. die Röntgenstrahlung mit dem CT-Detektor registriert werden. Ein PET-Scanner besteht aus einem Tunnel, in dem ein Ring von Detektoren die emitierte Strahlung des Patienten misst, einem beweglichen Lagerungstisch und einem Computersystem zur Bildberechnung. Beim PET/CT sind im Ringtunnel auch der Röntgengenerator und der Detektor des CT untergebracht. Die gesammelten Informationen werden im Computer zu funktionalen PET- und anatomischen CT-Bildern umgerechnet, die dann separat oder überlagert an Monitoren dargestellt werden.

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  CT      PET/CT PET

Informationen zum Radiopharmakon und Kontrastmittel

Das radioaktive Material wird im Körper entweder abgebaut oder ausgeschieden. Im Mittel entspricht die Strahlenexposition bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung der Strahlendosis, die ein Mensch im Verlauf eines Jahres aus der Umgebung aufnimmt. Bitte weisen Sie in jedem Fall auf eine bestehende Schwangerschaft hin und besprechen Sie Medikamentenallergien mit dem Arzt, damit gegebenenfalls ein geeignetes Radiopharmakon oder Kontrastmittel gewählt werden kann.

Durch die Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln kann es auch bei nicht bekannter Allergie oder Überempfindlichkeit gelegentlich zu allergischen Reaktionen kommen (Juckreiz, Hautrötung, Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislauf-Probleme, Atemnot). Diese Reaktionen können wir durch bestimmte Medikamente in der Regel gut beherrschen. Bei den modernen Kontrastmitteln, die wir verwenden, sind ernste Nebenwirkungen in Form von Schockzuständen mit Kreislaufstillstand sehr selten. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind bei entsprechender Vorerkrankung die Auslösung eines Nierenversagens oder einer Schilddrüsenüberfunktion.

In der überwiegenden Zahl der Fälle treten Nebenwirkungen bei entsprechenden Vorerkrankungen oder Vorschädigungen auf. Daher wird vor der Kontrastmittelgabe die Notwendigkeit überprüft. Bekannte Vorschädigungen werden ausgeschlossen. Deshalb möchten wir vor einer Kontrastmittelgabe Informationen über die Nierenfunktion („Kreatininwert“) und die Schilddrüsenfunktion („TSH-Wert“) erhalten. Sollte bei Ihnen eine Allergie, z.B. gegen Schmuck oder Nahrungsbestandteile, bestehen oder eine Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung, so teilen Sie uns dies bitte vor der Untersuchung mit, damit wir ggf. entsprechende Maßnahmen ergreifen können. Unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ist die Kontrastmittelgabe eine sichere Methode mit hohem diagnostischem Erkenntnisgewinn.

Diabetiker (zuckerkranke Patienten), die ein metforminhaltiges Medikament (dieses wird in Tablettenform verabreicht) einnehmen, müssen dieses nach Möglichkeit 2 Tage vor der CT-Kontrastmittelgabe absetzen und erst 2 Tage nach der Untersuchung wieder einnehmen. Diese Medikamente können Wechselwirkungen mit dem Kontrastmittel verursachen. Handelsnamen für Metformin sind: Biocos, Diabesin, Diabetase, Espaformin, Glucobon, Glucophage, Mediabet, Meglucon, Mescortin, Met, Metfogamma, Metformin, Siofor, Thiabet.